Jahresbericht 2018/2019 des Seniorenbeirates

Laut Richtlinie der Gemeinde Wallenhorst legen wir den Jahresbericht des dritten Seniorenbeirates (SB) vor. Er umfasst den Zeitraum von April 2018 bis Oktober 2019.

Die konstituierende Sitzung des 3. Seniorenbeirats fand am 05. April 2018 statt. Zur Vorsitzenden wurde Frau Marlen Beyer und zu ihrer Stellvertreterin Frau Gerlinde Schröder gewählt. Die Schriftführung übernahm Herr Heiner Steffen und als sein Vertreter stellte sich Herr Dr. Hermann Saalfeld zur Verfügung.

Im August 2018 schied Herr Heinz Liers aus dem Seniorenbeirat aus. Als Nachfolgerin wurde einstimmig Frau Heike Dähn in den Seniorenbeirat gewählt.

Der SB tagte unverändert einmal im Monat und war regelmäßig beschlussfähig. Unverändert geblieben sind auch die monatlichen Sprechstunden im Rathaus.

Die Sitzungen des Seniorenbeirates sind öffentlich und die Protokolle der Sitzungen können bei der Gemeinde Wallenhorst eingesehen werden sowie alle Veröffentlichungen, Angebote und Programme des Seniorenbeirates auf der neuerstellten Homepage unter dem Link www.seniorenbeirat-wallenhorst.de.
Täglich verzeichnen wir etwa 70 – 90 Besucher.

Die Tätigkeiten und Vorhaben des SB orientierten sich an den Vorgaben des 7. Altenberichts der Bundesregierung – unter dem Thema „Daseinsvorsorge der Gemeinden für ihre älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger“.

Entsprechend strukturieren wir unsere Arbeit in die zentralen Themen Gesundheit und Pflege, Wohnen und Wohnumfeld, Mobilität und Verkehr, Bildung und Lernen, Engagement und Partizipation und zusätzlich Veranstaltungen und Ausblick.

1. Unsere Arbeitsschwerpunkte

1.1 Gesundheit und Pflege:

Die Notfallmappe ist weiterhin sehr erfolgreich. Alle Formulare, die wir ergänzt haben, wie zum Beispiel die Notfallkarte, können kostenlos während der Sprechstunden des SB oder an der Infotheke des Rathauses abgeholt werden.

Am 20. März 2019 fand ein Seniorenfrühstück zum Thema „Informationen zu Sachleistungen der Pflegeversicherung bei einem anerkannten Pflegegrad“ statt. 140 Teilnehmer unterschiedlichen Alters hörten die Erklärungen der Diplompflegewirtin Frau Petra Herde vom Pflegestützpunkt des Landkreises Osnabrück zu den Leistungen der Pflegeversicherung und den Rechten der pflegenden Angehörigen.

Seit November 2018 bietet der SB unter der Leitung seiner stell. Vorsitzenden Frau Gerlinde Schröder, die auch Hauswirtschaftsmeisterin ist, einmal monatlich einen Kochkurs über gesunde Ernährung für alle über 60-Jährige an. Durchgeführt werden die Kurse in der Küche der Wallenhorster Realschule. Es nehmen regelmäßig 10-12 Personen teil. An dieser Stelle geht der Dank an Herrn Mittmann für seine Unterstützung für die Erlaubnis zur Nutzung der Schulküche.

Nach Rücksprache des SB mit der Pflegeinrichtung St. Josef in Wallenhorst wird ein Mittagessen angeboten. Nach Anmeldung können alle älteren Menschen an einem gesunden und preiswerten Mittagstisch teilnehmen.

Mitglieder des SB nahmen an folgenden  Veranstaltungen teil:

  • Gesund und aktiv älter werden, Diepholz,
  • Leben im Alter, Diepholz,
  • Einführung und Umgang mit den neuen  Pflege APPs für pflegebedürftige Menschen und pflegende Angehörige, Landkreis Osnabrück.

Wir unterstützen die Petition der  Arbeiterwohlfahrt – an den Deutschen Bundestag zur Begrenzung der Eigenanteile bei stationärer Pflege.

Seit Beginn dieses Jahres ist die Vorsitzende des SB Mitglied in der AG Pflege des Landesseniorenrates.

Der SB ist Mitglied im Präventionsrat und des Behindertenforums von Wallenhorst und Bramsche.

1.2 Wohnen und Wohnumfeld

Der SB ist Mitglied im Netzwerk der Stadt und Landkreis Osnabrück – „Selbständigkeit im Alter und neue Wohnformen“. An den Sitzungen nimmt die Vorsitzende regelmäßig teil, ebenso an den Treffen des Netzwerks „Wohnen mit Zukunft, Orte der Zukunft“ der Gemeinde Wallenhorst.

Zu diesem Thema nahm der SB an verschiedenen Fortbildungen und Schulungen teil, z.B. an einer Veranstaltung der BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen) in Hannover: „Die Kommune als guten Lebensraum für Jung und Alt gestalten.“

Die ehrenamtliche Hilfe „Hand in Hand wir helfen“ ist mit bereits mehr als tausend Einsätzen unverändert sehr erfolgreich. Alle hier tätigen ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen tragen mit ihrem Engagement dazu bei, dass viele unserer älteren Mitbürger länger in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können. Unser Dank gilt allen Mitgliedern, insbesondere dem Ehepaar Stolte für ihren Einsatz.

1.3 Mobilität und Verkehr

Erste Aktivitäten des SB zur Realisierung eines Bürgerbusses liegen bereits mehr als 5 Jahren zurück. Wir sind deshalb sehr froh, dass Frau Marion Müssen diese Idee aufgegriffen und durch die Gründung des Vereins „Bürgerbus e.V.“ erfolgreich umgesetzt hat. Der SB ist im Vorstand durch Herrn Hubert Schawe vertreten. Wir danken Frau Müssen und dem gesamten Vorstand für ihr unermüdliches Engagement. Wir werden auch weiterhin den Bürgerbus unterstützen, denn er ist ein wertvoller Beitrag zur Verbesserung der  Mobilität aller unserer Mitbürger.

Eine weitere Verbesserung ist der Ausbau der Fahrradwege. Herr Sprenger informierte uns über das neue Fahrradkonzept der Gemeinde Wallenhorst. Zwei Mitglieder des SB nehmen an der Entwicklung und Umsetzung des Konzepts teil.
Auf Anregung des Leiters der  Wallenhorster Polizei Herrn Nitsch und der Verkehrswacht haben wir mit am 26. Oktober mit dem SB in  einem Schnupperkurs für ältere Menschen durchgeführt unter dem Thema „Umgang mit Pedelecs“. Im Rahmen des Pilotprojektes werden wir  ab März 2020 erneut unserem älteren Mitmenschen den Umgang mit Pedelecs anbieten.

1.4 Bildung und Lernen

Die Mitglieder des SB sind stets bestrebt, sich das zugehörige Wissen und die notwendigen Informationen für ihre Arbeit im SB durch Weiterbildungen und Informationsveranstaltungen anzueignen, sich auszutauschen und den Veränderungen anzupassen.

Wir nahmen an folgenden Veranstaltungen teil:

  • Die Daseinsvorsorge – Demografischer Wandel, Deutscher Seniorentag in Dortmund.
  • Die Kommune als guter Lebensraum für Jung und Alt, der BAGSO in Hannover.
  • Auf gute Nachbarschaft, verschiedene Veranstaltungen des Landkreises Osnabrück.
  • Mitmachen, mitreden mitgestalten – mittendrin; Online älter werden oder analog abgehängt. Die Kommune als guten Lebensraum für Jung und Alt gestalten, Workshops für Seniorenvertretungen der Stadt Osnabrück und des Landeskreises.
  • Regelmäßig Teilnahme an den Veranstaltungen zur Vernetzung der Seniorenbeiräte der Stadt und des Landkreises  sowie an den Sitzungen des LSB in Hannover um uns zur Informieren, sich  Austausch und über eigene Projekte informieren.
  • Die Vorsitzende des SB der Gemeinde Wallenhorst nimmt jährlich als Gast am Delegiertenaustausch des SB der Stadt Osnabrück, der Stadt Greifswald, der Stadt Münster und der Seniorenvertretung von Bad Iburg und Bad Rothenfelde teil.
  • Teilnahme an der Veranstaltung zum 50-jährigen Bestehen der SPD Wallenhorst und auf Einladung der CDU Fraktion des Rates an einem Informationsaustausch.
  •  Teilnahme am Anti-Gewalt-Tag in Wallenhorst und am Internationalen Frauentag im Landkreis Osnabrück.

In Anbetracht der rasanten Entwicklung der Digitalisierung wollen wir ältere Bürger unserer Gemeinde bei der Nutzung der neuen Medien unterstützen. Es ist uns gelungen, dafür zwei Fachleute zu gewinnen, die ehrenamtlich für alle über 50-Jährigen Beratung und Schulungen anbieten:

  • Frau Monika Plümer steht regelmäßig während der Sprechstunde des SB kostenlos für Hilfe beim Umgang mit dem Smartphone zur Verfügung.
  • Vor einem Jahr wurde der Computerclub für Senioren gegründet, den Herr Gérard Bekhuis ehrenamtlich betreut. 10-12 Personen treffen sich jeden zweiten Donnerstag im Monat im Dulingshof.

1.5 Engagement und Partizipation

Wir informieren insbesondere Ältere über ehrenamtliche Arbeit, bürgerliches Engagement und Angebote der Gemeinde Wallenhorst:

  • Regelmäßige Information über die erfolgreiche Arbeit der ehrenamtlichen Helfer in „Hand in Hand, wir helfen“.
  • Vorstellung der Tätigkeit des SB und seine Zusammenarbeit mit „Hand in Hand wir helfen“ in der Andreas-Gemeinde in Hollage.
  • Durchführung einer Vorlesestunde für Kinder der 1-4 Klasse der St. Johannes Schule.
  • Vorstellung der Tätigkeit des SB und des Malbuches beim Unternehmerfrühstück „Wir für Wallenhorst“ sowie auf der Veranstaltung „40 Jahre Realschule Wallenhorst“.
  • Für 1€ werden die Malbücher auch an die Kindergärten in Lechtingen und zur Einschulung der Erstklässler in der St. Johannesschule ausgegeben.
  • Spende von Malbüchern an eine Hilfsorganisation aus Wallenhorst für Kinder in Gambia.
  • Präsentation des Malbuches am 7.02.2019 auf einer Veranstaltung der Volksbank im Hotel Remarque.
  • Teilnahme an der Gewerbeschau in Wallenhorst wo wir über unsere Arbeit, die Notfallmappe und die Nutzung des Malbuchs als Vorlage für eine Erkennungsradtour durch die Gemeinde informierten

Das Projekt „Wallenhorster Malbuch“ möchte ich gerne auch Ihnen ans Herz legen, weil es ist nicht nur ein Malbuch, sondern ein Wegweiser und Hinweis auf die Schönheiten unserer Gemeinde ist. Wir möchten damit alle Bürger insbesondere auch die neuzugezogenen motivieren sich auf den Weg zu machen und unser schönes Wallenhorst zu entdecken.

1.6 Veranstaltungen

Zu unseren traditionellen Veranstaltungen gehören:

  • Ausrichtung des jährlichen Weinfestes für Senioren und Seniorinnen im Ruller Haus mit der großzügigen Unterstützung von „wir für Wallenhorst“. Unser besonderer Dank geht an Herrn Klumpe für die Bewirtung unserer Gäste mit gespendeten Bratwürstchen und auch an alle Helferinnen und Helfer des Ruller Hauses für ihre freundliche Unterstützung.
  • Traditionelle Errichtung des „Herbstbildes“ im Rathaus mit dem Wettbewerb des Schätzens des größten Kürbisses fand im vergangenen Jahr 2018 das letzte Mal statt. 240 Personen haben teilgenommen. Drei Personen erhielten den Gewinn in Wallenhorster Taler. Wir danken Herrn Hubert Schawe, der für uns alljährlich die Kürbisse züchtet und den ersten Preis spendet hat. Aus persönlichen Gründen hat Herr Schawe die Aktivitäten dafür beendet.
  • Am 05. Oktober 2018 haben wir den Internationalen Seniorentag unter dem Motto – „Vielfalt des Alters, sind wir in Wallenhorst gut aufgestellt?“ im Rathaus gefeiert.
  • Anlässlich des Int. Seniorentag am 01.10. 2019 sind wir  am 13.09.2019 auf Einladung von den Abgeordneten Herrn Guido Pott zur Besichtigung des Landtages nach Hannover gefahren wo wir an einer Parlamentssitzung teilgenommen haben mit anschließender Gelegenheit zur Diskussion mit den Abgeordneten Herrn  Pott und Herrn Lammerskitten.
  • Unser alljährliches Adventsingen im vergangenen Dezember unter dem Motto: „Wir gehen zum Licht“ war mit 140 Gästen ein großer Erfolg.
  • Für die Adventfeiern der stationären Seniorenpflegeeinrichtungen 2018 in Wallenhorst hat der SB die Präsente für die Bewohner und Bewohnerinnen besorgt und an den Veranstaltungen teilgenommen. Für dieses Jahr wurden zusätzlich die Pflegeeinrichtungen Betreutes Wohnen Westerfeld in Rulle und die SDH-Pflege Gruppe des ambulant betreuten Wohnens in Hollage mit aufgenommen.
  • Am 27. Februar 2019 besuchten wir die Theatervorstellung „Der Bettelstudent“.

2. Ausblick –  wo gibt es Bedarf

Als SB richten wir unsere Aufmerksamkeit auch auf seniorenpolitische Aufgaben und Themen, die im kommenden 8. Altenbericht der Bundesregierung angesprochen werden. Dessen Hauptthema wird „Digitalisierung und digitale Teilhabe im Alter“ sein.

Hier ist der SB der Gemeinde Wallenhorst – wie oben berichtet – bereits auf einem guten Weg (vgl. Pkt. 2.4). Beide ehrenamtlichen Helfer, Frau Monika Plümer und auch Herr Gérard Bekhuis haben bereits signalisiert, ihre bisherigen Veranstaltungen weiterhin anbieten zu wollen.

Digitalisierung ist im Trend

Das Leben wird sich auch für die älteren Menschen grundlegend ändern und unsere Aufgabe wird es sein – wie können wir uns wirkungsvoll für die digitale und soziale Teilhabe älterer Bewohner in Wallenhorst einsetzen? Wie mit den Chancen aber auch Risiken umzugehen, wie können wir mit dieser Herausforderung umgehen?

Die älteren Menschen benötigen für die Bewältigung der neuen Herausforderungen eine Unterstützung im Umgang mit den neuen Medien – angst sich zu blamieren –  aber auch Unterstützung der Mobilität – wie komme ich hin zum Angebot einer Hilfe.

Dazu benötigen wir ausreichend geschulte Medien und Techniklotsen die  in Kleingruppen den älteren Menschen den Umgang mit den Medien erklären, sie nachhaltig begleiten. Mittlerweile wurden in Zusammenarbeit mit dem Landkreis einige ehrenamtliche Lotsen geschult. Für den SB nahm Herr Steffen an den Schulungen teil.

Wir benötigen qualifizierte Hilfen,  die Online-Banking Schulungen  übernehmen. Dafür haben wir bereits Kontakt mit der Sparkasse Wallenhorst aufgenommen und erhoffen uns hier Unterstützung.

Es besteht ein großes Interesse an der Weiterführung des Kochkurses für 60+.  am 02. September wurde der zweite Kurs bereits gestartet. Die Termine bis Dezember sind bereits ausgebucht. Frau Gerlinde Schröder ist gerne bereit, das Angebot weiterhin fortzuführen. Die notwendigen Zusagen der Verwaltung und der Realschule liegen bereits vor. Wir bedanken uns hier für diese Unterstützung.

Wiederholt haben wir uns bemüht, eine Unterstützung zur Anerkennung einer vom Pflegedienst unabhängigen, niederschwelligen Hauswirtschaftshilfe für Menschen zu bekommen, die bereits einen anerkannten Pflegegrad haben. Unsere Eingabe an das Sozialmministerium in Hannover war erfolglos. Im November haben wir einen diesbzgl. Antrag mit der Bitte um Unterstützung an den Landesseniorenrat Niedersachsen überreicht, ebenfalls ohne Erfolg.

Wir haben weiterhin nach Wegen gesucht, um das Thema nach vorne zu bringen.

Inzwischen hat Frau Gerlinde Schröder Kontakte mit dem neuen Dienstleister „HEIDI“ aus Osnabrück aufgenommen und die Vorsitzende mit der PDL vom SDH (Sozial Dienste Handwerk GmbH). Wir haben uns  am 28.10.2019 mit dem Geschäftsführer SDH Herrn Schneider und der PDL Frau Pöppinghaus getroffen um die Initialisierung der Haushaltshilfe  in Wallenhorst abzustimmen. Wir freuen uns dass bereits ab den 1. November d.J. diese Hilfe von Menschen mit anerkannten Pflegegrad in Anspruch genommen werden kann.

Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen, dessen Vorsitzender Herr Franz Müntefering ist, hat bundesweit ein Projekt ausgeschrieben: „Im Alter INFORM“ mit dem Ziel, ausgewogene Ernährung, mehr Bewegung und soziale Teilhabe in Kommunen zu fördern und dauerhaft zu verbessern, das von dem Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert und finanziert wird.

Wir sind sehr stolz, dass sich der SB als Pilotkommune auf die Ausschreibung der BAGSO beworben hat und ausgewählt wurde. Damit gehören wir zu den bundesweit 30 Gemeinden in denen das Projekt in der Zeit von Mai 2019 bis Mai 2021 durchgeführt wird.

Der erste Kontakt fand am 17. April dieses Jahres mit Frau Monika Ehret von der BAGSO im Rathaus statt, um den Bedarf an Beratung und gewünschter Unterstützung abzustimmen. An dem Treffen nahm auch Herr Bürgermeister Steinkamp teil.

Das Projekt wurde im Rathaus im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Soziales am 06.06.2019 vorgestellt. Am 12. September wurde das Projekt allen Vereinen der Gemeinde im Ratssaal vorgestellt.

Die offizielle Ansprechpartnerin der Gemeinde Wallenhorst ist Frau Kornelia Böert. Zum Lenkungsteam gehören die Mitglieder des Seniorenbeirates Frau Marlen Beyer, Frau Gerlinde Schröder und Herr Heiner Steffens.

Unverändert bleibt die Lage der vereinsamten älteren Menschen, wie ich bereits im letzten Bericht angemerkt habe. Wir benötigen  eine Struktur des Zugehens, eines Kümmerers der Präventionsbesuche bei älteren vereinsamten Menschen  durchführt und  nicht nur auf Anfrage wartet. Einige Projekte in dieser Richtung sind bereits in Norddeutschland umgesetzt worden und Konzepte liegen vor. Hier benötigen wir ihre Unterstützung. Diese Tätigkeit kann nicht von Ehrenamtlichen allein durchgeführt werden, hier bedarf es pflegerisches Fachpersonal die bei den besuchen Defizite bei älteren Menschen erkennen und darauf adäquat reagieren.

Zu Förderung des Informationsaustausches  zwischen den einzelnen Vereinen unserer Gemeinde, zur Förderung  sozialer Teilhabe  älterer Menschen benötigen wir eine zentrale Anlaufstelle.  Wünschenswert wäre ein Mehrgenerationshaus wo unterschiedliche Angebote gebündelt werden, wie z.B. Tanztee für Ältere, Kinoangebote, Klönnachmittage, Vorträge, Handarbeitskurse, Karten spielen und viel Mehr. Ein Haus in dem auch kleinere bezahlbare und altersgerechte Wohnungen angeboten werden, mit einem angegliederten ambulanten Pflegedienst und Tagespflege so  wie es in Merzen errichtet wurde. Diese Einrichtungen werden vom Bund und dem Land Niedersachsen gefördert.

Es stehen anspruchsvolle Projekte vor uns bei denen wir ihre ganze Unterstützung benötigen werden. Aber ich bin mir sicher, dass die Gemeinde Wallenhorst davon nachhaltig profitieren wird.

Am 24. Oktober d.J. wurde die Vorsitzende von  Frau  Heike Lindenborn von der LEB (Landes Erwachsenen Bildung) in Wallenhorst zu einem Qualitätszirkel eingeladen um im Bereich Gesundheit, Pflege und Selbsthilfe im ländlichen Raum neu Ideen zu entwickeln insbesondere auch in der Seniorenarbeit mitzuarbeiten. Es wurde angeregt  die Seniorenarbeit im Rahmen des Qualitätszirkels  in verschiedenen Gemeinden wie z.B. Bad Rothenfelde, Bad Iburg  und Hilter vorzustellen.

Durch die erfolgreiche Arbeit des Wallenhorster Seniorenbeirates der vergangenen  11 Jahre haben wir  uns  im Osnabrücker Landkreis einen guten Ruf erworben.

Ich  bedanke mich bei allen, die zum guten Gelingen unserer bisherigen Tätigkeit in der Vergangenheit beigetragen haben.

 

Leider ist die Zusammenarbeit innerhalb des Seniorenbeirates  stark gestört. Herr Heinz Liehr und Frau Heike Dähn sind aus dem SB  bereits ausgeschieden.

Gegenwärtig erlebe ich dass die erfolgreiche, überregional anerkannte Arbeit des Seniorenbeirates zunichte gemacht wird.
Zur Förderung einer gedeihlichen Zusammenarbeit des amtierenden Seniorenbeirates hat sich bereits im Juni d.J. eine AG gebildet, um die Vorlage einer Geschäftsordnung, oder eines Konzeptes für eine gute Zusammenarbeit zu erarbeiten. Diese Vorlage liegt bereits vor. Bislang ist es mir nicht gelungen, diese Vorlage im SB vorzustellen und zu diskutieren.

Ich vermisse den Rückhalt und die Unterstützung für meine Arbeit als Vorsitzende des SB auch seitens der  Verwaltung.

Die Überwiegende Mehrzahl der Mitglieder des Seniorenbeirates sieht in der geplanten Mediation die letzte Möglichkeit eine gedeihliche Zusammenarbeit zu ermöglichen. Sollte dieser Versuch scheitern, bedeutet es das Ende des Seniorenbeirates.

Danke für ihre Aufmerksamkeit

Marlen Beyer
(Vorsitzende des Seniorenbeirates)

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