Jeder Mensch kann durch einen Unfall, eine Erkrankung oder altersbedingt in die Lage kommen, wichtige Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln zu können. Viele solcher Notfälle ereignen sich zuhause – oftmals nachts.
Wenn ein Notfall eintritt, gilt es, schnell und vor allem richtig zu handeln. Dazu gehören, das Absetzen eines Notrufs, Erste-Hilfe-Maßnahmen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte und die Übergabe wichtiger Daten an die Helfer. Besonders wichtig ist es, rechtzeitig vorzusorgen. Mit einer Notfallmappe können Sie den Ernstfall vorbereiten. Hiermit lassen sich alle notwendigen persönlichen Informationen und Dokumente zusammenstellen. Somit verschaffen Sie einen umfassenden Überblick für sich, die Rettungskräfte und Ihre Angehörigen über Ihre wichtigsten persönlichen Angelegenheiten. Denn im Ernstfall fehlen meistens Zeit und Nerven, die entsprechenden Unterlagen zu suchen. Für Hilfeleistende ist es bedeutend, Zugriff auf Informationen und Unterlagen von Angehörigen zu haben. Gibt es eine Betreuungsverfügung? Wer soll im Notfall informiert werden? Gibt es ärztliche Gutachten? Was ist im Todesfall zu beachten?
Bei einem Notfall sind klare Handlungsanweisungen und Informationen über den Betroffenen von großer Wichtigkeit und mitunter überlebensnotwendig. Damit in einem solchen Notfall stets in Ihrem Sinne gehandelt wird, empfiehlt sich die Erstellung einer Notfallmappe. Diese enthält wichtige Dokumente zur Vorsorge und Formulare, auf denen Sie verschiedene Informationen eintragen können. Von persönlichen und medizinischen Daten über Vorsorge-vollmachten und Verfügungen. Mit einer Notfallmappe sind die wichtigen Daten und Dokumente stets griffbereit.
In der Notfallmappe können anhand von Checklisten wichtige Dokumente übersichtlich zusammengestellt, sortiert und aufbewahrt und andere Aufbewahrungsorte vermerkt werden. Sie haben die Möglichkeit, individuelle Notizen in der Notfallmappe zu vermerken und auch zu ergänzen sowie anhand von Dokumentenchecklisten jede wichtige Unterlage sofort griffbereit zu haben. Auch Daten, die im Krankenhaus und beim Notdienst abgefragt werden, können darin eingetragen werden. Dazu zählen beispielsweise die Adresse des Hausarztes und der Personen, die im Notfall zu benachrichtigen sind, ggfls. eine Dokumentation der Medikamenteneinnahme, der zahnärztlichen und klinischen Behandlungen und eventuelle Allergien, chronische Erkrankungen und die eigene Blutgruppe.
So lassen sich wichtige Unterlagen für einen Ernstfall zusammenstellen. Sie sind auf einen Blick verfügbar und schnell zu finden. Im Notfall ist so das Wichtigste gleich zur Hand.
Weitere wichtige Themen, über die man sich rechtzeitig Gedanken machen sollte, greift die Notfallmappe ebenfalls auf: Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht mit entsprechenden Informationen und Vordrucken sollten – möglichst gemeinsam mit der Familie – besprochen und zu Papier gebracht werden. Auch ein Organspendeausweis ist beigefügt und kann auf Wunsch ausgefüllt werden. Schließlich enthält sie eine Notfallkarte für die Geldbörse.
Denken Sie zudem daran, Angehörige und Vertrauenspersonen über die Existenz und den Aufbewahrungsort der Notfallmappe zu informieren. Denn auch die beste Notfallmappe hilft wenig, wenn sie im Ernstfall nicht gefunden wird.
Wir danken dem Büro für Ehrenamtsmanagement des Landkreises Osnabrück für seine Projektförderung und dem Ehepaar Schröder für die tatkräftige Mithilfe bei der Aktualisierung der Notfallmappe.
Sie ist im Übrigen an der Infotheke im Wallenhorster Rathaus für eine Schutzgebühr in Höhe von 3,00 Euro erhältlich.
